Bruegel-Ausstellung im KHM

Die Mühe, ein sogenanntes „Zeitfenster“ oder den begehrten „timeslot“ für die bis 13. Jänner im Kunsthistorischen Museum laufende Bruegel-Ausstellung zu ergattern, hatte sich gelohnt und die 4b kam am 13. Dezember 2018 in den Genuss, die Gemäldeschau zu besuchen.

 

Bereits vor dem Kunsthistorischen Museum strömten viele Menschen Richtung Innenstadt und daher auch zu dem bei Touristen sehr bekannten Gebäudekomplex. Der Andrang zu der Bruegel-Ausstellung war groß, die Räume mit Leuten gefüllt. Manchmal stellte es sich als gar nicht einfach heraus, eines der vielen Bilder genau zu betrachten, weil so viele Interessierte vor den Gemälden standen. Dabei ist es bei den meisten Werken sehr wichtig, ein bisschen länger zu verharren und genau zu schauen. Erstaunlich fanden viele unserer jungen Gäste, wie genau und penibel vor über 400 Jahren sogar kleinste und winzigste Gestalten mit dem Pinsel von dem niederländischen Maler auf die Leinwand oder die dünnen Holzplatten gebannt worden waren .

 

Die Jugendlichen hatten die Aufgabe, mindestens drei der ausgestellten Werke nach ihren persönlichen und individuellen Kriterien als die besten und eindrucksvollsten zu bewerten. Zu den Highlights zählten das relativ kleine Gemälde mit zwei angeketteten Affen und die wohl berühmtesten Darstellungen der Jahreszeiten und auch die des Treibens, das die Menschen des 16. Jahrhunderts bei diversen Festen wie Bauernhochzeiten zeigt. Einmalig war auch die Gegenüberstellung der beiden Bilder, die den mythischen Turmbau zu Babel in unterschiedlicher Ausführung zeigen. 

 

Insgesamt hielten sich die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen zwei Stunden in den Ausstellungsräumlichkeiten auf und konnten so am besten trotz des heftigen Andrangs die Bilder hoffentlich ausreichend genau unter die persönliche Lupe nehmen. Die Disziplin war übrigens tadellos.

 

Nach dem Kunstgenuss, der offensichtlich allen gefallen hat, schlenderten wir schon bei Dunkelheit durch die mit Weihnachtsbeleuchtung geschmückten und hell erleuchtenden Prachtstraßen Wiens zum Bahnhof Wien Mitte. Dort rundete ein kurzer Besuch im Lieblingsrestaurant der Youngsters den Lehrausgang ab. Das musste sein! Sonst ist man als Pädagogin bei der Jugend hoffnungslos unten durch.

 

Allen schöne und erholsame Weihnachten sowie einen guten Rutsch ins kommende Schuljahr 2019!

 

Rosemarie Stepanik + Karin Liedtke